Der "Apfelvortrag"
am 05.10.2020

Nach einem langen Corona - Sommer trafen wir uns zum ersten Mal wieder. Geschichten rund um den Apfel. Mit diesem Thema kam Herr Pastor Ingo Krahn zu unserem ersten Vortragsnachmittag.

Nach einer gemütlichen Kaffeetafel lauschten wir den interessanten und informativen Ausführungen rund um den Apfel, einem wahren Kulturgut. Bereits am dritten Tag der Schöpfungsgeschichte entsteht nach Himmel und Erde, Wasser und Licht, der Apfelbaum. Schon 600 Jahre vor Christus ranken sich Geschichten und Mythen um den Apfel, ein Kernobstgewächs, das zu der Familie der Rosengewächse gehört. Ursprünglich stammt der Apfel aus Asien. Die unkultivierten Früchte waren nur so groß wie Walnüsse und sauer. Durch Kreuzungen verschiedener Arten entstand der heutige Apfel. Es gibt ca.100 verschiedene Arten. Allein im Alten Land, dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Nordeuropas, sind es 72 Arten.

In Märchen und berühmten Geschichten wie z.B. Schneewittchen oder Wilhelm Tell spielt der Apfel eine wichtige Rolle. Als Tannenbaumschmuck wurde er genutzt und seine runde Form war die Vorgabe der späteren Glaskugeln.

Der Apfel ist schon ein besonderes Kulturgut und Lebenselexier. Jeder kennt den Spruch: Ein Apfel am Tag, erspart den Arzt. Oder die chinesische Weisheit: Auch wenn ich wüsste, dass morgen die   Welt zu Grunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen. Das ist doch Optimismus pur. Mit einem letzten Vers beendete Herr Krahn seinen Vortrag:

Wenn du im Winter aufgibst, wirst du die Versprechen des Frühlings, die Schönheit des Sommers und die Erfüllung des Herbstes nicht erleben.

Zum Abschluss gab es noch leckeren Zwiebelkuchen, der ist ja schon Tradition und darf an unserem ersten Zusammentreffen nicht fehlen. Da wir nicht singen durften, verabschiedete uns Nicole, die für Anja ganz souverän die Vertretung übernommen hatte, mit einem wunderschönen Gedicht. Wir waren sehr zufrieden mit unserer ersten Veranstaltung und hoffen, dass es so weiter geht.


Als "Au-Pair-Oma" in Kanada

am 02.03.2020

Mutig, mutig, das war die einhellige Meinung der Landfrauen bei unserem Vortragsnachmittag  über den Einsatz unserer Referentin Frau Christa Gaßmann, Jahrgang 1939, aus Springe, als Au-Pair Oma (Granny) in Kanada. Frau Gaßmann, ehemalige Bäuerin, Mutter von vier Kindern und noch Gästeführerin in Springe, machte ihren Traum von Kanada wahr und ging für ein Vierteljahr als Au-Pair Oma über den großen Teich. Dies blieb natürlich auch auch den Medien nicht verborgen. Zeitschriften, Radio und Fernsehen hatten großes Interesse daran, diese Geschichte zu veröffentlichen.

Mit 72 Jahren ließ sie sich ohne große Reise - und Englischkenntnisse und trotz vieler Bedenken ihrer Freundinnen auf dieses Abenteuer ein. Durch eine Hamburger Agentur wurde sie an eine Familie mit drei Kindern (5, 7 und 9 Jahre alt) in die Provinz Manitoba, 400 km von der Hauptstadt Winnipeg entfernt, vermittelt. Vorerst wurde aber noch ein Computerkurs belegt, um schon mal durch skypen mit der neuen Familie Kontakt aufzunehmen. Die Chemie stimmte sofort und so konnte die Reise beginnen. In Kanada dürfen Kinder bis 12 Jahre nicht ohne Betreuung sein und so war es wichtig, da beide Eltern berufstätig sind, das in der Ferienzeit eine Granny aus Deutschland kommt. Bis 12 Jahre nicht ohne Betreuung, aber ab 12 dürfen die Kinder eine Waffe besitzen. Diese Aussage hat uns schon sehr verwundert.

Viele neue Eindrücke und Erlebnisse erwarteten sie. Beeindruckt haben sie vor allem diese unendlichen Weiten, großen Straßen und Entfernungen. Der nächste große Supermarkt war 100 km entfernt. Auch das es keine Waschmaschine gab, erstaunte sie. Da es keine Abwasserkanalisation in den entlegenen Orten gibt,  ist es billiger im Waschsalon im nächsten Ort zu waschen, als teure Gebühren für die Leerung der Klärgrube zu bezahlen. Auch Lebensmittel sind, im Vergleich zu unseren hier, sehr teuer.

Da es ein wunderbarer Sommer war, verbrachte sie viel Zeit mit den Kindern mit Schwimmen am nahegelegenen See. Auch Indianerveranstaltungen und Rodeos wurden besucht. Es waren tolle Erlebnisse schwärmte Frau Gaßmann, die ihr keiner nehmen kann und die sie als normale Touristin sicher nicht gehabt hätte. Und da es ihr so gut gefallen hat, fuhr sie im darauffolgenden Jahr noch einmal dorthin und der Kontakt besteht bis heute.


Kino – Abend im 4 G-Park

Es gibt noch einige Eintrittskarten für den Kino – Abend am Mittwoch, den 1. April 2020 um 18.00 Uhr in Wathlingen. Karte und kleines Abendessen für 10 € sind bei Rosi Müller zu haben.


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Jahreshauptversammlung und Clinic-Clown

am 03.02.2020

"Anfang Februar Montag morgen um halb zehn im Gasthaus Schumacher, das kann doch nur die Jahreshauptversammlung des Landfrauenvereins Eicklingen sein". Mit diesen Worten begrüßte uns Anja an diesem Morgen. Schnell füllte sich der Saal und es gab schon gleich eine nette Überraschung. Unser Referent Herr Reinhold Bretall, ehemaliger Mitarbeiter bei den Clinic - Clowns Hannover e.V., war in voller Montur als Clown schon unterwegs und machte an den einzelnen Tischen seine Späßchen.

Aber zunächst wurden die Regularien der Jahreshauptversammlung abgearbeitet. Heike verlas  das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung. Anja hatte sage und schreibe drei Seiten Termine  aufgelistet ( groß geschrieben, wie sie sagt), aber immerhin 51 davon besucht. Dann folgte der Kassenbericht von Gertrud, der mit sehr gutem Ergebnis im letzten Jahr abschloss. Als neue Kassenprüferin wurde Sigrid Müller gewählt. Einstimmig wurde alles genehmigt und dem gesamten Vorstand Entlastung erteilt. Als nächster Tagungspunkt waren Neuwahlen angesagt. Erste Vorsitzende, ihre Stellvertreterin, Kassenführerin und Schriftwartin waren neu zu wählen. Für jede wurde Wiederwahl beantragt und einstimmig wiedergewählt.  Anja, Nicole, Gertrud und Helga nahmen die Wiederwahl dankend an. Eine erfreuliche Sache gab es noch. Anne Schaumann, Anja Kuhls, Heike Willenberg und Petra Böse sind unsere neuen Landfrauen. Mit einem Begrüßungsschreiben, einer Rose und einem Anstecker wurden sie von Anja herzlich willkommen geheißen.

Nach soviel Worten und Zahlen hatten wir uns unser Frühstück redlich verdient und ließen es uns richtig gut schmecken. Liebe Schumachers, es war wie immer genial.

Gut gestärkt konnten wir nun den Ausführungen von Herrn Bretall lauschen. Zunächst stellte er sich vor und wie er zu den Klinik-Clowns gekommen ist, denn seine Frau meinte, auch nach dem Berufsleben müsste noch etwas getan werden. Die Idee der Klinik-Clowns stammt aus Amerika. Bei uns gibt es sie seit 1990 und Clinic-Clowns Hannover e.V. wurde 2001 gegründet. Es gibt zur Zeit 12 Clowns (mit den lustigen Namen wie Petronella, Barbalotta, Mandarine, Ronaldo), in 10 Kliniken und es werden ca. 1000 Kinder im Monat betreut. Jeder Clown braucht eine professionelle Ausbildung, ist dann selbständiger Künstler und wird von Clinic-Clowns Hannover e.V. vermittelt.

Mit offenen Herzen, Augen und Ohren gehen die Clinic-Clowns auf die Kinder, ihre Familien und das Klinikpersonal ein. Sie lockern schwierige Situationen auf, spenden Vertrauen sowie Lebensfreude und bringen so jeden Tag Licht und Abwechslung in den Klinikalltag. Die Herzlichkeit ist regelrecht ansteckend. Damit sorgen die Clowns nicht nur für gute Stimmung, sondern auch vor allem für neuen Mut und jede Menge Kraft.

Die Freude und das Lachen eines Kindes ist der Sinn unserer Arbeit. Mit diesen Worten schloss Herr Bretall seinen Vortrag über diese so wunderbare Arbeit.


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Reden und reden lassen

06.01.2020 mit Heidrun Kuhlmann

Nur wer ein Auge dafür hat, sieht etwas Schönes und Gutes in jedem Wetter, er findet Schnee, brennende Sonne, Sturm und ruhiges Wetter schön, hat alle Jahreszeiten gern und ist im Grunde damit zufrieden, dass die Dinge so sind wie sie sind. Mit diesem Vers begrüßte uns Anja an unserem ersten Vortragsabend im neuen Jahr und man staune, diese wahre Aussage stammt von Vincent van Gogh.

Unser erster Termin im neuen Landfrauenjahr war wohl etwas zu früh angesetzt, denn es hatten sich nur 40 Landfrauen in Schumachers Gasthaus eingefunden. Aber die, die da waren, hörten einen wunderbaren Vortrag von Frau Heidrun Kuhlmann aus Auetal. Ihr Thema an diesem Abend "Reden und reden lassen".

Ein Kind von 2 Jahren beherrscht einen Wortschatz von etwa 200 Wörtern. Im Laufe des Lebens können es bis zu 70 000 Wörter werden. Was können diese Wörter alles bewirken. Jedes Wort hat eine Wirkung. Wörter können uns beflügeln oder kränken. Sie können klären oder mißverstanden werden. Sie können auch verletzen und nach Jahren noch präsent sein und nie vergessen werden, denn gesagt ist gesagt.

Worte haben eine große Kraft. Kein Hammer zerschlägt nicht soviel, wie ein falsches Wort, denn mitmenschliche Probleme resultieren aus unseren Gesprächen. Drüber reden, schafft manches aus dem Weg. Gönn dem anderen ein Wort, denn auch Zuhören will gelernt sein. Ein guter Zuhörer wird mehr geschätzt als ein Redner. Zum Reden gehört ein Mund, zum Zuhören haben wir zwei Ohren.

Auch auf den Tonfall kommt es an. Wie heißt es doch so schön, der Ton macht die Musik. Am Telefon z.B. hören wir die Stimmung des Gesprächspartners heraus. Etwas wichtiges gab Frau Kuhlmann uns noch mit auf den Weg, nur so über andere reden, dass derjenige es mithören kann, denn manche Dinge darf man nicht sagen. Unsere Sprache ist ein Geschenk, mit dem wir behutsam umgehen sollten.

Zwei weitere Termine stehen an. Gedächtnistraining am Montag, d. 27. Januar 2020 um 14.00 Uhr im Gasthaus Schumacher und die Jahreshauptversammlung mit Wahlen und Frühstück am Montag, d. 3. Februar 2020 um 9.30 Uhr auch im Gasthaus Schumacher.


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